Adventsschreiben von Pfarrerin Christiane Bock

Noch manche Nacht wird fallen
auf Menschenleid und Schuld, doch wandert nun mit allen
der Stern der Gotteshuld,
beglänzt von seinem Lichte hält euch kein Dunkel mehr
von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.
(aus dem Adventslied von Jochen Klepper, EG 16)


Liebe Hattgensteiner, Schwollener, Leiseler und Siesbacher

„ln diesem Jahr haben wir gefühlt ewig nicht mehr gesungen in der Kirche. Und jetzt kommt auch noch die Advents- und Weihnachtszeit. Was ist denn eigentlich deine Lieblingsstrophe und was bedeutet sie dir?"
So hat mich ein Kollege gefragt. Und sogleich waren die Worte wieder da. Und die Melodie. Und ich sah mich mit meinen Schwestern und Eltern um den Adventskranz sitzen und jede(r) durfte sich sein Lied wünschen.
Mein Lied, das von Jochen Klepper war ja ein bisschen anspruchsvoll für die jüngeren Geschwister, aber sie haben tapfer mitgehalten. Und je länger und öfter ich dieses Lied gesungen habe, umso mehr gefällt mir dieser Vers. Er erzählt davon, dass Gott unbedingt für uns Menschen da sein will und uns mit unseren Lasten trägt. Und dass deshalb keine Nacht unseres Lebens völlig dunkel ist, weil Gott sie mit dem Licht seiner Liebe erhellt. Genau deshalb können wir auch in diesem Jahr Weihnachten feiern. Denn das gilt für uns, ob wir nun alleine in unserer Wohnung sitzen oder uns mit unserer Familie treffen, ob wir dankbar auf dieses Jahr zurückblicken oder um Menschen bangen mussten:
„Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids. Er ist der Stern der Gotteshuld für Sie und mich.

Ein Wort zum Schluss:

Ich möchte mich bei allen bedanken
- für die Hilfsbereitschaft in dieser Zeit, vieles ist geschehen ohne groß Aufhebens
- für die Geduld mit allen Schutzmaßnahmen und für die Treue zum Gottesdienstbesuch vor Ort. Das hat uns Mut gemacht dies aufrecht zu halten und uns nicht auf
virtuelle Gottesdienste zu spezialisieren.

Lasst uns hoffen und beten, dass wir uns bald wieder unbelastet treffen und miteinander Lachen und Singen dürfen.

Mit herzlichen Grüßen

gez. Pfarrerin Christiane Bock, Ev. Kirchengemeinde